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Le livre d\'or

Hans GHEL, linguiste, ethnologue


Zuletzt aktualisiert: 27 Mar 2008

hansgehlw.jpgSoziolinguistische Untersuchungen in Ungarn und Rumänien kamen zur Feststellung, dass der Dialektgebrauch in den letzten Jahrzehnten zugunsten der deutschen Standardsprache und der Sprache der jeweiligen Staatsnation drastisch zurückgeht... (extrait du Livre d'Or "Les intellectuels et artistes pour le plurilinguisme et la diversité culturelle" en cours d'écriture dans le cadre de la journée du 23 juin à l'UNESCO) 

Soziolinguistische Untersuchungen in Ungarn und Rumänien kamen zur Feststellung, dass der Dialektgebrauch in den letzten Jahrzehnten zugunsten der deutschen Standardsprache und der Sprache der jeweiligen Staatsnation drastisch zurückgeht. Wenngleich das Englische weltweit auf dem Vormarsch ist, und jeden muttersprachlichen Unterricht zurückdrängt, wird Deutsch noch immer in Ostmitteleuropa gesprochen und sowohl als Muttersprache, als auch als zweite Fremdsprache gelernt. Die Wahl des Deutschen wird durch den erhaltenen deutschen/ österreichischen sprachlich-kulturellen Hintergrund dieser Region gestützt, in denen es noch gebietsweise Ungarn-, bzw. Rumäniendeutsche gibt. Aus dem deutschsprachigen Staaten wird diese positive Entwicklung nach Möglichkeit gefördert und auch durch verschiedene Minderheitenrahmengesetze in Ungarn und Rumänien begünstigt.

(Hans Gehl)

                                                            

Dr. Hans Gehl, Tübingen, Deutschland, Linguist und Ethnograph, Fachbereich: Donauschwaben und Interkulturalität in Ostmitteleuropa. - Leiter des Forschungsbereichs Dialektologie und Ethnografie in Tübingen (1987-2004, heute Rentner); Kooperation mit Forschern aus Rumänien, Ungarn, der Ukraine und der Slowakei im interethnischen Forschungsbereich "Volkskultur im oberen Theißbecken"; Werke : Wörterbuch der donauschwäbischen Fachwortschätze (4 Bände), Donauschwäbische Lebensformen an der mittleren Donau, Weitere Bände und Aufsätze zur Sprache und Ethnographie.