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Mehrsprachigkeit, kulturelle Herausforderung für Europa (H. Wismann)


Zuletzt aktualisiert: 11 Aug 2010

Übersetzung: Evelyn Hertenberger

Wir haben die große Freude, das Resümee des Vortrages „Mehrsprachigkeit, kulturelle Herausforderung für Europa“ von Heinz Wismann zu veröffentlichen, gehalten am 28. April 2007 bei einem Arbeitsessen der ASEDIFRES[1].



[1]  ASsociation Européenne des DIplômés FRançais de l'Enseignement Supérieur 

Auszug:

„Mehrsprachigkeit als kulturelle Herausforderung für Europa zu betrachten setzt eine klare Definition von dem, was unter Sprache verstanden wird, voraus. Man muss sich der Sprache bewusst sein.

Sprache als Selbstverständlichkeit zu sehen, da sich der Mensch ihrer bedient, ist eine weitverbreitete Vorstellung.

Nun ist die Sprache aber eben gerade keine Selbstverständlichkeit. Der erste bekannte Text, der sich mit Sprache befasst, stammt von Dante, ein Text aus dem Jahre 1203.

„Daraus geht hervor, dass, wenn es eine dem Menschen eigene Anlage zur Sprache gibt, Sprache erworben wird, indem der Materie eine Form gegeben wird. Deshalb wird metaphorisch von Muttersprache gesprochen, da die Mutter als diejenige betrachtet wird, die die Materie hervorbringt, die Muttersprache als Sprache, die man als erstes erlernt und spricht. Das ist die erste kumulative Spracherfahrung. Eine Komponente kumulativen Charakters der Sprache, die es ermöglicht, mit stabilen Strukturen eine inhaltliche Unendlichkeit zu artikulieren, ist die Grammatikalisierung. Durch diese Grammatikalisierung, ein Prozess, der die Existenz einer Metasprache in der Sprache ermöglicht, wird die Sprache zur Kultursprache.“

Inwiefern  stellt die Mehrsprachigkeit ein europäisches Problem dar?

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