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Appels à communication ou projet 2019

Mehrsprachigkeit und Orthographie: Interdependenzen von System, Erwerb und Gebrauch (DGfS-Workshop)

Last Updated: 1 Jul 2019

Call deadline: 15 August 2019

4-6 March 2020, Hamburg, Germany

An der Schnittstelle zwischen Mehrsprachigkeits- und Orthographieforschung sind aktuell noch viele Fragen offen. So ist beispielsweise wenig geklärt, wie Orthographieerwerb unter mehrsprachigen (im Vergleich zu monolingualen) Bedingungen verläuft, ob etwa sprachspezifische Interferenzen feststellbar sind und wie sich diese im weiteren Erwerbsprozess auswirken; es ist aber auch denkbar, dass die L1 keine Rolle für den Erwerb einer zweiten Orthographie spielt, wenn man davon ausgeht, dass diese als autonomes System regelhaft lernbar ist. Allerdings haben frühere Studien wiederholt gezeigt, dass Kinder Ressourcen aus der zuerst gelernten Schriftsprache kreativ in der L2 einsetzen (vgl. Maas & Mehlem 2003; Noack & Weth 2012). Gleichzeitig stellt sich die Frage, wo und wie genau mehrsprachiger Orthographieerwerb mit anderen Ebenen sprachlicher Diversität interagiert, etwa mit Interferenzen im Lexikon, der Phonologie oder der Syntax, aber auch im Sinne einer durch den sozioökonomischen Status bedingten Diversität der Schriftspracherwerbschancen (vgl. Peterson 2015: 78-89).
In der AG sollen zu diesen und weiteren Fragen bestehende Theorie-, Methoden- und Ressourcendesiderate diskutiert werden. Sie richtet sich dabei ausdrücklich an Vertreter/-innen unterschiedlicher Disziplinen wie (u. a.) Spracherwerbsforschung, Schriftlinguistik, Soziolinguistik und Bildungsforschung.

Eingeladene Sprecher/-innen:
Constanze Weth (Universität Luxemburg)
Wolfgang Steinig (Universität Siegen)

Call for Papers:

Wir laden alle, die daran interessiert sind, in einem Vortrag ihre Forschungsfragen und -ergebnisse zur Diskussion zu stellen, herzlich ein, sich mit einem Abstract zu bewerben. Vorgesehen sind 30 Minuten pro Vortrag (20 min Redezeit + 10 min Diskussion); Vortragssprachen sind Deutsch oder Englisch. Das Abstract sollte nicht mehr als 500 Wörter umfassen. Bitte schicken Sie Ihr Abstract bis zum 15. August 2019 an: katharina.nimz[at]uni-osnabrueck.de und karsten.schmidt[at]uni-osnabrück.de. Ausgewählte Beiträge sollen in einem Sammelband veröffentlicht werden.

Wir weisen darauf hin, dass im Rahmen der DGfS-Jahrestagung für angenommene Beiträge von DGfS-Mitgliedern mit geringen/keinem Einkommen eine begrenzte Anzahl von Reisestipendien in Höhe von max. 500 Euro pro Stipendiat/-in vergeben werden.