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Plurilinguisme et migrations - Colloques

Literatur, Migration und Übersetzung: Internationale Tagung anlässlich des 30. Jahrestages des Studiengangs „Literaturübersetzen“ an der HHU Düsseldorf

Mis à jour : 6 Mar 2018

Anlässlich des 30. Jahrestages des Studiengangs Literaturübersetzen findet an der HHU eine internationale Tagung zum Thema „Literatur, Migration und Übersetzung“ statt. Renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Kanada, Großbritannien, Österreich, Spanien und Deutschland diskutieren darüber, welche Rolle der Übersetzung in der globalisierten Moderne zukommt.

13.-14. April 2018, Vortragssaal der ULB

Vera Elisabeth Gerling, Birgit Neumann & Volker C. Dörr

In unserer globalisierten Moderne, die wie kaum ein Zeitalter zuvor von Migrationsbewegungen, Massenwanderungen, freiwilliger und unfreiwilliger Mobilität, Translokation und Exil geprägt ist, spielen Übersetzungsprozesse eine vielleicht größere Rolle denn je zuvor. Erst Übersetzungen ermöglichen Verbindung, Konnektivität und Austausch über die Grenzen von Kulturen, Epochen und Räumen hinweg. Übersetzung aber beschreibt weniger eine bloße Übertragung bestehender – sprachlicher, kultureller, epistemischer oder normativer – Ordnungen in andere Kontexte; sie stellt keine reibungslosen oder geradlinigen Verbindungen zwischen Kulturen, ihren Sprachen, Wissensformen und Traditionen her. Vielmehr bringt Übersetzung Veränderungen hervor, die immer über Bestehendes hinausgehen und Kulturen in Bewegung versetzen. Der Übersetzung ist damit immer schon ihr scheinbares Gegenteil, nämlich das Unübersetzbare eingelassen, das die innere Pluralität und sogar Fremdheit bestehender Ordnungen aufscheinen lässt.

Ziel der internationalen Konferenz ist es, die komplexen und mehrsinnigen Verbindungslinien zwischen Literatur, Migration und Übersetzung aus historisch und kulturell vergleichender Perspektive zu diskutieren. Das Jubiläum zum 30jährigen Bestehen des Studiengangs „Literaturübersetzen“ an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf soll zum Anlass genommen werden, auch die Praxis des Übersetzens aus der dargelegten Perspektive zu untersuchen und damit eine kulturelle Selbstreflexion ermöglichen. Wichtiges Anliegen ist es, den Blick dafür zu schärfen, dass das Übersetzen stets ethisch und politisch relevante Entscheidungen beinhaltet, die unseren Umgang mit Anderen und Anderem betreffen.

Die Tagung wird gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft und der Gesellschaft von Freunden und Förderern der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

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