Logo de l'OEP

Culture et industries culturelles - Colloques

Tagung Interkulturelle Philosophie: Mehrsprachigkeit und Verstehen (Berlin)

Ultima modifica: 18 Apr 2016

Nach mehreren Jahrzehnten der Diskussionen über Ziele und Methoden der interkulturellen Philosophie zeichnete sich in den letzten Jahren ein Konsens über einige grundlegende Aspekte ab. Hierzu gehören die wechselseitige Befruchtung der philosophischen Kulturen, die Verknüpfung dieser Kulturen mit sprachlichen und gesellschaftlichen Strukturen und die Möglichkeit eines die eigene Kultur transzendierenden Verstehens. Diese Grundlagen werden auf der Tagung nicht mehr thematisiert, sondern vorausgesetzt.

Die Traditionen der Kulturräume sind in unterschiedlichen Sprachen entwickelt worden, die nicht unmittelbar füreinander verständlich oder ineinander übersetzbar sind. Es ist fraglich, ob eine Übersetzung das Verstehen des Gedankens in einer anderen Sprache ermöglicht. Tatsächlich lässt sich sogar bezweifeln, dass das Erlernen der Fremdsprache ein vollständiges Verstehen der Gedanken ermöglicht, wenn man nicht mit der jeweiligen Gesellschaft, ihren Traditionen und ihren Lebenswelten vertraut ist.

Vor diesem Hintergrund will die Tagung das Verhältnis zwischen unterschiedlichen Traditionen, Sprache und Verstehen genauer beleuchten. Angestrebt wird eine möglichst präzise interdisziplinäre Analyse des Verhältnisses auf der Höhe der jeweiligen disziplinären Forschung. Es ist herauszuarbeiten, inwiefern die philosophischen Traditionen mit den sprachlichen und gesellschaftlichen Strukturen verknüpft sind und auf welche Weise die Unterschiede zwischen ihnen überbrückt werden können.

Im Mittelpunkt steht die Frage, wie man sich über die Grenzen hinweg verstehen und verständigen kann. Gibt es hinter der Vielfalt sprachlicher und gedanklicher Kulturen doch gemeinsame Universalien? Führt eine Horizontverschmelzung zum Verstehen? Wie lässt sich ein Verstehen über gesellschaftliche Unterschiede hinweg ermöglichen? Welche Kenntnis von Sprache und Gesellschaft sind für ein minimales und ein maximales Verstehen erforderlich? Können die mit der Sprache verknüpften gedanklichen Strukturen in eine andere Sprache transformiert oder übersetzt werden?

 

(Vorläufiges) Programm

Montag, 4.7.2016

11.00 Interkulturelle Philosophie und Verstehen

Elias Jammal

Gregor Paul

Franz Martin Wimmer

 

14.00 Interkulturelle Philosophie und Gesellschaft

Monika Kirloskar-Steinbach

Boike Rehbein

Andreas Vasilache

 

16:30 Interkulturelle Philosophie und Mehrsprachigkeit

NN

Gabriele Münnix

Georg Stenger

 

Dienstag, 5.7.2016

9:00 Philosophieren in außereuropäischen Sprachen

Suaheli (Lutz Diegner, Anke Graneß, Kai Kresse)

Iran (Behrouz Alikhani, Simin Fadaee)

Thailand (Benjamin Baumann, Boike Rehbein, Martin Schalbruch)

China (Fabian Heubel, Henning Klöter, Gregor Paul)

Indien (Melitta Waligora, Vishnu Ramdeo)

 

14:00 Berichte aus den Panels: Philosophie in außereuropäischen Sprachen

16:00 Abschlussdiskussion: Wie können anderssprachige Philosophien verstanden werden?

Mehr...>>>