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Chroniques - humeurs

Alerte à la disparition des langues dans l'enseignement


Zuletzt aktualisiert: 3 Jan 2007

Une lettre d'Anna-Maria Campogrande, présidente de l'association Athéna, partenaire de l'Observatoire.

"Je me permets de vous adresser, ci-joint, une lettre du Président de l’association Toskana auf Deutsch qui regroupe des enseignants de langue allemande d’ établissements publics en Italie.

Sous l’influence des politiques communautaires et avec la participation active de la Direction Générale Education et Culture, l’enseignement des grandes langues de culture et langues officielles des Etats Membres est en voie de disparition dans la plupart des Pays de l’Europe et, en particulier, en Italie dont l’ancien Ministre de l’Instruction Publique, Letizia Moratti, avait fait le choix du tout-anglais, pour tous, dès l’école primaire.

La question linguistique européenne porteuse d’un impact éminemment démocratique,  dont la prise en compte constitue l’une des clefs de la réussite ou de l’échec du projet européen, ne peut pas être laissée aux aléas du marché ou, encore moins, à ceux de la propagande de la langue unique qui vise la colonisation linguistique et culturelle de l’Europe et, à terme, son anéantissement.

Le Médiateur européen, qui s’est penché sur un aspect particulier de cette vaste  problématique, celui du site Internet de la Présidence du Conseil,  vient d’ adresser un rapport spécial au Parlement Européen lui demandant de lui apporter son soutien, ce qui rappelle au Parlement Européen qu’il ne peut plus, encore longtemps, ignorer cette question cruciale.

Dans ce contexte, nous vous demandons de nous aider d’urgence à sauver l’enseignement de l’allemand dans l’Instruction Publique italienne et dans celle de l’Europe communautaire dans son ensemble.

D’avance, nous vous remercions de tout ce que vous entreprendrez pour rendre à l’Europe, et la lui conserver, sa diversité linguistique et culturelle qui représente  sa vraie richesse et, au plus profond, son identité.

Anna Maria Campogrande
Président d’Athéna
Association pour la défense et la promotion
des langues officielles de la Communauté Européenne"


 


Guten Tag,

Ich bin Deutschlehrer und gleichzeitig Vorsitzender eines eingetragenen Vereins (Toskana auf Deutsch, www.toskanaaufdeutsch.it ),  der sich ständig bemüht, die Lehrstellen für Deutsch in der Schule zu retten. Umsonst, bis jetzt, denn die Mode bestimmt erbarmungslos die Wahl der zweiten Fremdsprache bei den Schülern und ihren Eltern, und die Mode rudert zur Zeit gegen die deutsche Sprache.

Wir bemühen uns immer, bei den Schuldirektoren zu erklären, daβ sie alle europäischen Sprachen befördern sollen, denn dafür spricht die ganze europäische Politik des Sprachenunterrichts: Biodiversität sollte auch hier die Parole sein. Die Fremdsprachen gehören auch zu den „kulturellen Produkten“, die zu schützen sind. Ihr Unterricht sollte garantiert werden, und zwar so, daβ man in jeder Stadt eine angemessene Auswahl an Fremdsprachen an den Schulen finden sollte.

Die aktuelle Gefahr bei uns besteht heute in der Tendenz bei der Jugend, eine einzige Modesprache überall im Lande zu wählen, und zwar so virulent und abrupt, daβ die Schuldirektoren Schwierigkeiten haben, so viele Lehrer dafür zu finden.

In so einer Lage hören auch die Studenten auf, an der Uni Deutsch oder Französisch zu studieren. In fünf Jahren wird voraussichtlich vom Deutschen bei uns in der Schule keine Rede mehr sein.

Was machen die Schuldirektoren, die Gewerkschaften, die Politiker bei uns vor solch einem Problem? Sie beknieen den Markt, der bekanntlich unser Allah ist. Aber von welchem Markt ist hier die Rede? Nicht von dem reellen Markt, der eigentlich die deutsche Sprache braucht, weil Deutschland unser erster Partner in dem Handel und dem Tourismus ist, nein, den Modemarkt auf dem niedrigsten Nieveau einer Modeboutique.

Diese Situation wird bei uns in Italien von einem Artikel des Schulgesetzes „Moratti“ gerechtferitigt, denn es wird hiermit Englisch als Pflichtsprache bezeichnet, während die anderen Fremdsprachen einfach mit dem Ausdruck „seconda lingua comunitaria“ bezeichnet werden. Die Wahl dieser zweiten Fremdsprachen wird den Eltern total überlassen, und die Eltern fragen die Kinder, und die Kinder fragen die Mode.

Wenn keine näheren Bestimmungen folgen, werden wir zyklusweise Fremdsprachen erleben, die massenweise gewählt und massenweise abgelehnt werden, je nach der Mode. So kann man keine sichere Lehrstellen bzw Planstellen planen. Die Sprachlehrer von ganz Europa sind alarmiert.

Wir haben als Verein eine Kampagne in Italien gestartet, wo die Lehrer unterschreiben, damit unser Kultusminister die obengenannten näheren Bestimmungen trifft, und zwar im Sinne einer Gleichberechtigung aller Sprachen in jeder Provinz. Das sollte dazu führen, daβ sich die Schuldirektoren in ihren Schulen nicht mehr leisten können, eine einzige Fremdsprache unterrichten zu lassen.

Dr. Nino Muzzi

Via Trieste, 10

58100 Grosseto

Italien

Tel. 0564 28537/ Handynummer 340 8576443

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